Goethe in Kaltensundheim

Im Sep­tem­ber an­no 1780 da kehr­ten hier fei­ne Gäs­te ein. Ein je­der im Dor­fe frag­te sich: „Wer mö­gen die ho­hen Her­ren sein?“

Bald tat sich schnell von Ohr zu Mund die Neu­ig­keit, die Nach­richt kund: Herr Goe­the, der Ge­hei­me Rat per­sön­lich uns be­eh­ret hat.

In al­ter Chro­nik kann man le­sen „Mis­ter Com­mi­sa­ri­us Bat­ty auch hier ge­we­sen, sie hät­ten ge­rech­net und stu­die­ret, den Lauf der Fel­da re­gu­lie­ret, die Wie­sen­be­wäs­se­rung ein­ge­füh­ret und dass der Herr Ge­hei­me Rat, die neue Stra­ße ge­pla­net hat. Als dann Herr Goe­the sein Werk ge­meis­tert, schrieb er an Frau Char­lot­te von Stein be­geis­tert: „So ei­nen Men­schen wie Bat­ty zu ha­ben ist ein Glück über al­les, wenn ich ihn ent­beh­ren soll­te. Und müss­te mei­nen Gar­ten her­ge­ben, ihn zu er­hal­ten, ich tät es“.

Drum wer hier stets zu Gas­te weilt, dem sei durch die­ses mit­ge­teilt, dass an die­ser his­to­ri­schen Stel­le das heu­ti­ge Gast­haus „Zur Gu­ten Quel­le“ einst „Zum Wei­ßen Fal­ken“ ge­nannt, für un­se­re Ge­mein­de Gu­tes ent­stand.

Die­se Zei­len schrieb der Orts­chro­nist von Kal­tens­und­heim, Karl Kreis mit fol­gen­den Wor­ten: „Un­se­ren lie­ben Quel­len-Wir­ten, ge­wid­met zur Licht­mess 1947“.